Der Weg zur Schwärzungskurve (2)

Die auf dieser Seite dargestellten Zusammenhänge sind sehr wichtig für das weitere Verständnis. Sie müssen deshalb begriffen werden.


Hier kommen wir jetzt wieder auf unsere noch schematische Schwärzungskurve zurück. Es muss noch auf die Folgen von unterschiedlicher Entwicklungsintensität eigegangen werden.

Gleich ein Hinweis: das im kommenden beschriebene Verhalten ist in seiner quantitativen Ausprägung immer von der gerade benutztem Film – Entwickler Kombination abhängig. Die Tendenz aber stimmt immer.

Was genau die Entwicklungsintensität ist, dazu später mehr. Hier gehen wir erst einmal ganz einfach davon aus, dass die Kurven a, b, und c das Verhalten der schematischen Schwärzungskurve darstellen für eine Entwicklung a, während b stärker als a, und c stärker als b war.


Es gibt jetzt eine ganze Reihe von Feststellungen:

1. Der Übergangsbereich „Unterschatten“ zu Schatten.

Im linken, unteren Bereich der Schwärzungskurven sieht man:



    2. Der Übergangsbereich Lichter zu „Überlichtern“.

    Im rechten, oberen Bereich sieht man:



    3. Der Proportionalbereich.




Und damit haben wir die Grenzen und die Krux der Schwarz-Weiß-Photographie gesehen:
  • Wollen wir maximale Zeichnung, so müssen wir das mit reduzierter Empfindlichkeit „bezahlen“.
  • Jede Erhöhung der Entwicklungsintensität reduziert den abgebildeten Belichtungsbereich.
  • Fazit: Es wird einen optimalen Punkt für die Entwicklung geben.




Version: 1.0  Copyright: Rolf Süßbrich, Dortmund, 18. 11. 2005